2014 startete mein beruflicher Weg und ich ins Berufsleben. Als frisch gebackene Diplom-Soziologin stand ich erstmal ahnungslos da, denn ich gehörte nie zu denen, die schon immer ihren Traumberuf kannten. Was mit Menschen fand ich schon immer gut, ich wusste nur: ich wollte nicht Erzieherin oder Lehrerin werden.
Also habe ich das gemacht, was sich vernünftig anfühlte – und war zunächst einfach froh, etwas Sicheres zu haben. Ich verrate dir jetzt schon: In den vergangenen 12 Jahren habe ich mehrfach die Branche, die Inhalte und meine Rolle verändert.
Rückblickend kann ich den roten Faden erkennen und weiß, dass alles folgerichtig war.

Mein Einstieg ins Berufsleben
Der Einstieg in die Arbeitswelt war vor allem eins: schmerzhaft. In meinem ersten Job wurde ich innerhalb der Probezeit gekündigt, nachdem ich mich krankgemeldet hatte und meine Ehrlichkeit infrage gestellt wurde. Ich dachte mir „wenn das die tolle Arbeitswelt sein soll, von der alle reden, dann will ich das nicht!“
Aber es geht weiter: Ich finde den Einstieg in die Personalbranche und werde Recruiterin. Kurze Zeit später ziehe für die Arbeit nach Berlin und führe plötzlich ein Team und baue einen neuen Strandort auf.
Meine Karriere entwickelt sich rasant, ich finde das aufregend und mache mit. Irgendwann merke ich: Ausschließlich Recruiting will ich nicht mehr. Also wage ich den Schritt in eine komplett neue Branche und ein breiteres HR-Aufgabenfeld.
Berufliche Unzufriedenheit schleicht sich ein
Doch irgendwann schleichte sich dieses leise Gefühl, dass da noch mehr sein müsste, wieder ein. Ich war gut in meinem Job. Aber erfüllt war ich nicht.
Also habe ich immer wieder angefangen Jobs zu recherchieren und Stellenanzeigen zu lesen. Ich habe beobachtet, was andere machen und dachte: Das könnte ich doch auch machen.
Ich habe eine Antwort im Außen gesucht. Daraus resultiert ein vermeintlich kurzfristiger Erfolg. Etwas Neues ist erstmal aufregend.
Was ich damals nicht gemacht habe: ich habe die Antwort nicht im Innen gesucht. In mir.
Mein beruflicher Weg: Früher kannte ich meine Stärken nicht
Zumindest nicht richtig. Und vor allem: Ich habe sie im falschen Kontext eingesetzt.
Ich bin schnell Führungskraft geworden, weil meine KollegInnen in mir jemanden sahen, dem andere gerne folgen und zuhören. Ja, das stimmt: Ich bin schon immer gerne in Führung gegangen. Aber ich war nicht gerne Führungskraft. Das musste ich selbst erst verstehen. Heute nutze ich diese Fähigkeit auf meine Art: wenn ich mit Gruppen arbeite und mein Wissen weitergebe. Dann vergesse ich die Zeit.
Andere sagten, ich sei gut im Organisieren, den Überblick behalten, den roten Faden nicht verlieren. Also habe ich das auch geglaubt und meine Arbeit danach ausgerichtet. Ich war auch gut darin, Spaß hat es mir nicht gemacht. Den roten Faden verliere ich zwar wirklich nicht — aber das innere Chaos dahinter willst du lieber nicht sehen.
Berufliche Erfüllung entsteht dann, wenn wir unsere Stärken wirklich ausleben.
Wenn möglichst viele der eigenen Stärken und Talenten zum Einsatz kommen, steigt die Wahrscheinlichkeit für berufliche Zufriedenheit. Das musste ich lernen.
Die wenigsten wissen, von Anfang an was sie wirklich wollen und wirklich gut können. Mein Werdegang war experimentier- und veränderungsfreudig. Ich habe vieles ausprobiert, für das ich mich noch nicht bereit gefühlt habe.
In jeder Erfahrung habe ich mehr über mich erfahren, mich selbst besser kennengelernt.
Erfahrungen, die mir gezeigt haben, worin ich gut bin und was mir Freude bereitet. Wovon ich mehr will und wovon vielleicht auch weniger.
Es gibt keine Umwege auf dem Weg zur eigenen inneren Klarheit.
Mein beruflicher Weg: Warum ich heute diese Arbeit mache
Mein eigene Werdegang – mit all seinen Höhen und Tiefen – ist mein Warum.
Ich habe alle Höhen und Tiefen von Veränderungsprozessen selbst erlebt. Deswegen kann ich sie heute so gut begleiten. Ich weiß, wie es sich anfühlt, nicht zu wissen, was beruflich der nächste sinnvolle Schritt ist. Heute kann ich diesen Raum für andere halten.
Ich verstehe mich als erfahrene Begleiterin für berufliche Entwicklung, die aus eigener Erfahrung weiß, wie komplex berufliche Veränderung sein kann – und die Organisationen ebenso gut kennt wie die Menschen, die in ihnen arbeiten.
Heute weiß ich, dass ich es liebe vielfältig und kreativ zu arbeiten. Eins haben alle meine Angebote gemeinsam: Sie bringen Menschen in Reflexion.
In meinem Online-Programm Mit Klarheit in deine berufliche Zukunft helfe ich beruflich unzufriedenen Frauen dabei, Klarheit über ihre Stärken, Bedürfnisse und realistischen Möglichkeiten zu gewinnen, damit sie ihre berufliche Zukunft selbstbewusst gestalten können.
Die Online-Supervisionsgruppe für selbstständige Frauen, die professionell mit Menschen arbeiten, biete ich einen Raum, um die eigenen Arbeit, die eigene Rolle und Verantwortlichkeiten zu reflektieren.


In der systemischen Supervision begleite ich Einzelpersonen, Teams und Gruppen bei beruflichen Fragen, Rollenklärung, Zusammenarbeit und belastenden Situationen im Arbeitsalltag. Als zertifizierte systemische Supervisorin arbeite ich dabei nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching (DGSv).
Du möchtest mehr über Supervision erfahren? In der Blog-Artikel Reihe “Supervision” erkläre ich dir auf verständliche Art, was genau Supervision ist, was sie von Coaching unterscheidet und was es eigentlich bedeutet systemisch zu arbeiten.
Du möchtest herausfinden, welche Form der Begleitung zu deinem Anliegen passt?
Dann melde dich gerne bei mir. Gemeinsam schauen wir, was dich gerade beschäftigt und welcher Weg für dich sinnvoll sein kann.