Warum dich Stellenanzeigen gerade nicht weiterbringen – und womit du bei deiner beruflichen Neuorientierung stattdessen anfangen solltest

Berufliches Gedankenkarussell: Wenn die Unzufriedenheit im Job immer wiederkommt 

Neulich sagte eine Kundin zu mir: „Giulia, mein berufliches Gedankenkarussel ist alt“.

Und damit ist sie nicht allein. Wenn wir über berufliche Veränderung nachdenken, passiert das selten über Nacht. In der Regel ist das ein Prozess, den wir über Monate, wenn nicht sogar Jahre gedanklich durchlaufen, bis wir eine Entscheidung treffen. Das Problem: Häufig wiederholen wir wenig förderliche Gedanken, treten auf der Stelle und kommen letztendlich immer wieder am gleichen Punkt an. 

Kennst du das auch? Ein berufliches Gedankenkarussell, das sich langsam und über die Zeit in deinen Kopf eingeschlichen hat? 

Berufliches Gedankenkarussell: so sieht es häufig aus

Es beginnt harmlos und leise. Irgendwas stört dich an deiner Arbeit, aber so ist das eben manchmal. Nicht immer kann die Arbeit nur Spaß machen. Du machst weiter. Immer wieder kommt der Gedanke „irgendwas passt nicht mehr“ und du sagst dir selber „ach, das ist bestimmt nur eine Phase!“.

Berufliches Gedankenkarussell: ich will beruflich etwas anderes - der nächste Job muss zu 100% passen - so schlimm ist es doch gar nicht - woanders ist es auch nicht besser - ich sollte zufrieden sein mit dem, was ich habe

Aber die latente Unzufriedenheit bleibt und zeigt sich immer häufiger und immer lauter. Vielleicht fängst du an aus Interesse durch Stellenportale zu scrollen und zu schauen, was es bei anderen Unternehmen für offene Stellen gibt. So richtig weißt du nicht, wonach du suchst und wirst auch nicht fündig.

Du bist frustriert und schiebst das weg, indem du dir sagst: „Woanders ist es bestimmt auch nicht besser!“. Immerhin bietet dir dein Job auch Vorteile und vor allem Sicherheit. Es ist doch eigentlich alles gut. Du schiebst die Gedanken beiseite und machst wieder weiter. Die Unzufriedenheit, der Frust kommen irgendwann wieder. Das Karussell dreht sich.

Warum berufliche Unzufriedenheit oft in Wellen kommt 

Das berufliche Gedankenkarussell dreht sich und die Unzufriedenheit kommt und geht in Wellen. Mal langsamer und mal schneller. Doch selten bleibt es stehen. Dabei willst du einfach nur, dass es aufhört? 

Solange du deine Gedanken beiseite schiebst, wird dich deine Unzufriedenheit immer wieder einholen. Solange du die dich damit nicht auseinandersetzt und verstehst, woher deine Unzufriedenheit kommt, wirst du sie auch nicht auflösen können.

Nicht hinzuhören und weiterzumachen kann kurzfristig eine erfolgreiche Strategie sein. Langfristig wirst du jedoch immer wieder an den gleichen Punkt kommen. Und dieser Teufelskreis aus Unzufriedenheit, Frust, Vermeidung und Weitermachen kostet dich auch etwas. 

Wenn aus beruflicher Unzufriedenheit Selbstzweifel werden

Du drehst dich im Kreis und hast das Gefühl, immer wieder an den gleichen Punkt zu stehen. Egal wie seht du dich bemühst, wieder Spaß an deiner Arbeit zu haben und wieder zufrieden zu sein, mit dem was du hast. 

Es bleibt nicht aus, dass du dich irgendwann fragst, was mit dir eigentlich nicht stimmt. Vielleicht willst du zu viel? Vielleicht bist du das Problem? 

Du fängst an dich zu schämen, denn objektiv betrachtet ist alles gut. Du hast einen sicheren Job, der dir auch viele Vorteile bietet. Aus der Scham werden Selbstzweifel und das blockiert dich nur noch mehr. Und vor allem verändert es dein Selbstbild. Du zweifelst plötzlich an dir und nicht mehr an deinem Job.

Drei Fragen, um aus dem beruflichen Gedankenkarussell auszusteigen

Um diesen festgefahrenen Gedankenkarussell auszusteigen ist es wichtig, dass du dir erlaubst andere Fragen zu stellen und neue Perspektiven auf deine berufliche Situation zu entwickeln. Hier sind drei meiner Favoriten:

Was fehlt mir in meiner jetzigen Arbeit?

Sind es bestimmte Tätigkeiten? Oder fehlender Gestaltungsspielraum? Möchtest du wieder kreativer arbeiten? Dich inhaltlich weiter entwickeln? Und wenn ja, wohin? Schau da mal genauer hin

Was brauche ich, damit meine Arbeit wieder besser zu mir passt?

Denke hier nicht nur an Inhalte und Aufgaben. Es können auch Rahmenbedingungen sein und ein Arbeitsumfeld sein, in dem es dir gut geht. Wie genau sieht das aus?

Was möchte ich in Zukunft mehr erleben?

Ganz nach dem Motto: Es ist ja nicht alles schlecht! Was ist das, was du unbedingt behalten möchtest? Wovon du mehr willst? Welche sind die Dinge und Tätigkeiten in deiner Arbeit, die dir wirklich Freude bereiten und wovon du gerne mehr hättest? Was braucht mehr Platz in deinem beruflichen Alltag, damit du wieder zufriedener wirst? 

Raus aus dem Gedankenkarussel und rein in die Klarheit 

Wenn du deine berufliche Unzufriedenheit angehen und verändern willst, ist es wichtig, dass du neue Gedanken zulässt. Dafür brauchst du neue Impulse, um aus deinem Gedankentrott auszusteigen. Nicht immer schaffen wir das allein. Und nicht immer ist unser Umfeld eine Unterstützung. Wir geben zu schnell auf und gehen nicht genug in die Tiefe.

Klarheit über die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu bekommen ist ein Prozess. Ein Prozess der Zeit braucht. Und vor allem deine Aufmerksamkeit. 

Genau darum geht es auch in meiner Masterclass „Immer wieder unglücklich im Job?“: zu verstehen, warum du beruflich unzufrieden bist, wonach du eigentlich suchst und welche Fragen dir dabei helfen, wieder klarer zu sehen.

Du denkst du brauchst den perfekten Plan, bevor du dich beruflich verändern kannst? In diesem Artikel erkläre ich dir, warum du den nicht brauchst, um loszugehen.

Du wünschst dir Unterstützung in deiner beruflichen Neuorientierung?

Du hast ganz viele Fragen im Kopf und willst dich sortieren? Lass uns das gemeinsam machen!

Hier kannst du Kontakt zu mir aufnehmen

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Über mich
Portrait von Supervisorin und Coach Giulia Barile, die in ihrem Blog über berfuliche Zufriedenheit, berufliche Veränderungsprozesse und berufliche Neuorientierung schreibt

Ich bin Giulia Barile – Diplom-Soziologin, systemische Supervisorin und Coach (DGSv) sowie wingwave Coach. Seit mehr als zwölf Jahre begleite ich Menschen und Organisationen in beruflichen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen.

In meinem Blog schreibe ich über berufliche Zufriedenheit, Selbstführung und die leisen wie lauten Fragen des Berufslebens.

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